Am 1. September 2020 durfte ich zum 1. mal unseren "MITMÄN" verleihen:

Zum ersten Mal zeichnete der LVR drei Projekte junger Menschen (12 bis 27-Jährige) für eine inklusive Gesellschaft mit dem neu ins Leben gerufenen Preis „Mitmän“ aus. Gleich drei Jugendgruppen erhielten den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis.

5.000 Euro Preisgeld und somit der erste „Mitmän“ geht dieses Jahr an die Musicalgruppe „Generation Z – kann doch was!“ aus Bonn. Nicht ohne Grund spielt die Gruppe mit dem vorurteilsbelasteten Generationenbegriff – wird der „Jugend von heute“ doch nachgesagt, nur am Handy zu sitzen und sich nicht zu engagieren. Dass das nicht so ist, zeigt das inklusive Musical-Ensemble, das einmal jährlich selbstgeschriebene Stücke in Bonn auf die Bühne bringt, aktuelle Themen von Kindern und Jugendlichen aufgreift und mit den eingenommenen Spenden soziale Projekte unterstützt.

Der zweite Preis in Höhe von 3.000 Euro geht an die Läuferinnen und Läufer des Lauftreffs Oulusee in Leverkusen. Seit zwei Jahren treffen sich die Kinder und Jugendlichen mit und ohne Behinderung jeden Samstag, um gemeinsam auf der barrierefreien Laufstrecke um den Oulusee neue Bestzeiten aufzustellen, Freundschaften zu knüpfen und sich gegenseitig anzufeuern. Linnea Heitmeier, 19 Jahre jung, rief diesen Lauftreff mit viel Engagement und Herzblut 2018 ins Leben. Bis dato gab es keine Sportangebote, bei denen explizit Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam trainieren konnten.

Der dritte Platz ging mit 2.000 Euro Preisgeld an die Barrierecheckerinnen und Barrierechecker für die Region Leverkusen, Rhein-Berg und Oberberg. InBeCo heißt das Projekt, in dem auch fünf junge Menschen zwischen 19 und 23 Jahren ehrenamtlich mitarbeiten. Ihr Name steht für „Inklusion, Beratung, Coaching“. Die Barrierecheckerinnen und Barrierechecker unterstützen die Arbeit von InBeCo und überprüfen sowie verbessern die Barrierefreiheit von Kinder- und Jugend-Freizeitangeboten in der Region. Damit ist nicht nur die räumliche Barrierefreiheit, sondern vor allem die strukturelle gemeint. Die Expertinnen und Experten in eigener Sache haben festgestellt, dass die Verantwortlichen von Angeboten für Kinder und Jugendliche oft zu wenig über die speziellen Herausforderungen und Bedürfnisse junger Menschen mit Behinderungen wissen. Auf diese hinzuweisen und so Hindernisse zu beseitigen – das haben sich die Barrierecherinnen und Barrierechecker zur Aufgabe gemacht.
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