Rheinquerung im Kölner Süden

Politik muss die Dinge differenziert betrachten

 Die Pläne für eine weitere Rheinquerung im Kölner Süden sind ca. 50 Jahre alt und haben in den vergangenen Monaten eine erhebliche Dynamik erlebt, die viele Menschen vor Ort verständlicherweise erschreckt. Unmittelbar vor einer Kommunalwahl wird die Diskussion stark emotionalisiert und von einigen zum alles entscheidenden Thema stilisiert.

Verantwortliche Politik sollte die Angelegenheit differenzierter betrachten.

Aus überregionaler Sicht spricht vieles für eine weitere Rheinquerung im Kölner Süden und eine Verbindung der vorhandenen rechts- und linksrheinischen Fernverkehrssysteme. Die Planungsbehörden haben ihre Arbeit wieder aufgenommen und in einem völlig neuen Verfahren die Anwohner zu einem sehr frühen Zeitpunkt mit beteiligt. Dies hat an der einen oder anderen Stelle Missverständnisse verursacht.

Wer wie ich in Langel lebt, kennt jedoch die Verhältnisse vor Ort ganz genau und weiß, wie eng die eventuell zur Verfügung stehenden Flächen sind. Daher lehne ich ein so massives Brückenbauwerk, wie es in einigen Visualisierungen aufgeführt wird, entschieden ab.

Im weiteren Verfahren ist über das Ob und das Wie zu entscheiden.

Angesichts der wirtschaftlichen Einbußen durch Corona werden auch die öffentlichen Haushalte weitere Schwierigkeiten bekommen. Meine Prognose lautet: Wir werden mit Mühe die erforderlichen Brückensanierungen finanziert bekommen, neue Brücken wird es auf absehbare Zeit kaum geben.

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